Hans-Ulrich Klose MdB

Hans-Ulrich Klose


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03. April 2011

Krise der Diktatoren - Chancen für Demokratie?

Diskussion zu Nordafrika und zur arabischen Halbinsel

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Die Resolution des UN-Sicherheitsrats zur Flugverbotszone über Libyen unterstützt Hans-Ulrich Klose zwar - im Gegensatz zur Bundesregierung: "Man musste ein deutliches Zeichen setzen." Er meldet allerdings auch Zweifel an, ob die militärische Intervention erreichen kann, was sie erreichen will: "Man kann einen Waffenstillstand nicht herbeibomben". Beim Roten Salon der Bergedorfer SPD zum Thema "Nordafrika und die arabische Halbinsel: Krise der Diktatoren - Chancen für Demokratie?" diskutierte Klose auf Einladung der SPD mit dem Journalisten und Islamwissenschaftler Daniel Gerlach aus Berlin.

Gerlach, Mitherausgeber des Magazins „zenith – Zeitschrift für den Orient“, beklagte eine große Ahnungslosigkeit, auch unter Journalisten: innenpolitisch würde sich kaum jemand in den arabischen Ländern auskennen. Und die öffentliche Wahrnehmung des Nahen Ostens sei oftmals durch das Klischee geprägt, „dass die Orientalen ihre Diktaturen als schicksalsgegeben hinnehmen“.

In der Diskussion nahm die Stabilität der Golf-Region einen Schwerpunkt ein. Gerlach prangerte indirekt die Tatenlosigkeit und Wirtschaftsorientierung der westlichen Welt an: „Diktatoren sind keine Garanten für Stabilität.“ Klose konterte: „Revolutionen auch nicht. Wir wissen doch nicht, was da passiert.“ Er plädierte für einen andauernden Dialog, auch mit den sogenannten Schurken-Staaten: „Man muss nicht mit den Engeln dieser Welt reden – die sind schon Engel – sondern mit den Teufeln.“ Auch der Kalte Krieg sei letztlich mit Worten entschieden worden.

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